Rauchmelder retten Leben

Aufwachen!!!«

Ein Wohnungsbrand kann jeden treffen. Häufig entsteht er unbemerkt. In Sekundenschnelle breitet sich Rauch in Ihrer Wohnung aus und wird zur tödlichen Gefahr. Geschieht dies nachts, wachen Sie noch nicht einmal davon auf. Rauchmelder verschaffen Ihnen den lebensrettenden Vorsprung.

So funktionieren Rauchmelder

Rauchmelder arbeiten nach dem Streulichtprinzip. In einer Rauchkammer, die sich im Inneren befindet, werden von einer Leuchtdiode regelmäßig Lichtstrahlen ausgeblendet. Dringt Rauch ein, werden die Lichtstrahlen gestreut und auf eine Fotolinse gelenkt. Dadurch erkennt der Melder den Brandrauch und löst das Warnsignal so lange aus, bis die Kammer wieder rauchfrei ist.

Wie viele Rauchmelder benötigen Sie?

Anbringung in einem mehrstöckigen Haus:
Mindestschutz > pro Etage ein Rauchmelder im Flur, Kinder- und Schlafzimmer
Optimaler Schutz > Wohn-, Hobby räume, Küchen mit Dunstabzug, Dachboden, Heizungskeller
Sonderschutz > für die Küche Rauchmelder mit Stummschaltung
Für Etagen-/Mietwohnungen gilt dies entsprechend.

Sie sollten auf jeder Etage mindestens einen Rauchmelder an zentraler Stelle anbringen, beispielsweise im Flur. Jeweils ein weiterer Melder gehört in jedes Schlaf- und Kinderzimmer sowie - wenn möglich - in den Keller und auf den Dachboden. Optimalen Schutz bieten zusätzliche Melder im Wohnzimmer und im Arbeitszimmer. Für Küche und Bad gibt es besondere Geräte. Hier können Dämpfe leicht Fehlalarme auslösen. Daher sollten Sie Melder wählen, die sich stumm schalten lassen. Das Alarmsignal eines Rauchmelders sollte überall deutlich gehört werden können. Befestigen Sie ihn grundsätzlich mittig an der Decke eines Raumes.

Darauf sollten Sie beim Kauf achten!

Gute Geräte finden Sie im Fachhandel sowie in Baumärkten und Warenhäusern. Achten Sie darauf, dass die Melder der europaweiten Norm DIN EN 14604 entspre-chen. Wichtig sind dabei folgende Qualitätsmerkmale: optisches bzw. fotoelektrisches Detektionsverfahren, lauter, durchdringender Alarmton (85 dBA in 3 m Entfernung), Testknopf zur Kontrolle der Funktionsbereitschaft. Bei anspruchsvolleren Ausführungen lassen sich die Rauchmelder über Kabel oder Funk miteinander verbinden und über 230 Volt Netzspannung betreiben. Der Vorteil: Alle Melder schlagen Alarm, sobald auch nur einer von ihnen Rauch erkennt. Es gibt auch spezielle Rauchmelder für Gehörlose. Lassen Sie sich beraten.

Testen Sie die Melder regelmäßig!

Gehen Sie sicher, dass Ihre Rauchmelder im Ernstfall tatsächlich funktionieren. Kontrollieren Sie sie monatlich mit der Prüftaste. Übermalen, verdecken und bekleben Sie sie nicht und stauben Sie die Geräte einmal im Jahr ab. Bei einem guten Rauchmelder finden Sie ausführliche Hinweise zu Montage und Betrieb in der beiliegenden Bedienungsanleitung.
Ein besonders wichtiger Hinweis: Verwenden Sie Batterien mit langer Lebensdauer. Ersetzen Sie verbrauchte Batterien unverzüglich.

Bildquellen:Merten