Strom sparen, Klima schützen

Was die meisten Verbraucher nicht wissen: Viele Hi-Fi-Kompaktanlagen, CD- oder DVD-Player ziehen auch nach dem Abschalten noch Strom. Verbraucht ein Gerät dabei beispielsweise 5 Watt, entspricht dies jährlichen Stromkosten von etwa 6 Euro*. Auch in vielen Arbeitszimmern befinden sich Elektrogeräte, die unbemerkt Strom ziehen. Beispielsweise kann ein ausgeschalteter Computer einige Watt verbrauchen. Weitere Stromverbraucher sind die externen Netzteile von Laptops oder LCD-Monitoren. Auch sie benötigen Strom, selbst wenn die Geräte längst ausgeschaltet sind.

* Hochgerechnet auf 335 Tage im Jahr bei angenommenen 20 Stunden Nichtnutzung am Tag

 

Beispielrechnung: Geräte im dauerhaften Stand-by-Betrieb

Leistung im Leerlauf: Stand-by etc. (Watt) Durchschnittl. Leerlaufzeit am Tag (Stunden) Kosten (Euro pro Jahr)
TV neu 1 20 1,21
TV alt 6 20 7,24
Set-Top-Box 6 19 6,87
Video- oder DVD-Recorder 6 23 8,32
HiFi-Anlage 10 20 12,06
3 Radios 5 21 6,33
PC mit Monitor und Drucker 20 20 24,12
DSL-Router (mit WLAN)* 12 20 14,47
2 Mobiltelefone (mit Ladegerät) 4 23 5,55
Telefon schnurlos (Ladeschale) 2 23 2,77
Anrufbeantworter 3 24 4,34
Gesamtkosten pro Jahr 75   93,28

* für diese Geräte ist der Normalverbrauch angegeben, da dieses Gerät normalerweise in Betrieb ist, solange es nicht abgeschaltet wird.
Strompreis: 18 Cent/kWh

Prüfen Sie doch einmal bei sich zu Hause nach! Wie viel Ihre Geräte genau verbrauchen, können Sie mit einem Strommessgerät bestimmen. Viele Verbraucherzentralen und Energieversorgungsunternehmen verleihen solche Messgeräte kostenlos. Die Energiemonitore werden auch in Baumärkten oder Elektrofachgeschäften angeboten.

Voll unter Strom

Nicht nur der Stand-by-Verbrauch fällt ins Gewicht, auch im Normalbetrieb - im so genannten On-Mode oder Betriebsmodus - verbrauchen Geräte unterschiedlich viel Strom. Zusammen mit dem Stromverbrauch im Leerlauf bestimmt der On-Mode-Verbrauch die gesamten Stromkosten, die ein Gerät verursacht. Es lohnt sich daher, vor dem Kauf ein Gerät auszuwählen, das sowohl im Leerlaufbetrieb als auch im Normalbetrieb effizient ist. So können Sie die maximalen Einsparmöglichkeiten nutzen.

Wir zeigen Ihnen anhand von zwei Beispielen, dass die Art der Nutzung bestimmt, ob der Stand-by-Verbrauch oder der On-Mode-Verbrauch für hohe Stromkosten verantwortlich sein kann:

Beispiel 1: Privat genutzter Laserdrucker

Stand-by-Verbrauch: 16 Watt; das Gerät befindet sich 20 h pro Tag im Stand-by-Modus.
Nutzung im On-Mode: 2 x 10 Seiten Ausdruck pro Tag (Verbrauch: 7,4 Wh für 10 Seiten)

Ergebnis:
Jahresverbrauch Stand-by: 107 kWh (entspricht in etwa 19 Euro Stromkosten*)
Jahresverbrauch On-Mode: knapp 5 kWh (entspricht in etwa 1 Euro Stromkosten*)

Fazit Laserdrucker:
Bei der Kaufentscheidung sollte wegen der geringen Nutzung des Geräts besonderes Augenmerk auf den Stand-by-Verbrauch gelegt werden.

Beispiel 2: Moderner Fernseher (CRT), Bildschirmdiagonale: 72cm, 100 Hertz

On-Mode-Verbrauch: 105 Watt, täglich 4 h im On-Mode
Stand-by-Verbrauch: 0,5 Watt, täglich 20 h im Stand-by-Modus

Ergebnis:
Jahresverbrauch On-Mode: 141 kWh (entspricht etwa 25 Euro Stromkosten*)
Jahresverbrauch Stand-by-Modus: etwa 3 kWh (entspricht weniger als 1 Euro Stromkosten*)

Fazit Fernseher:
Bei der Kaufentscheidung sollte in diesem Fall besonderes Augenmerk auf den On-Mode-Verbrauch gelegt werden.

* Angenommener Strompreis: 18 Cent/kWh, Nutzung 335 Tage/Jahr.

Generell gilt: Wie die Beispiele belegen, lohnt es sich auf jeden Fall auf den Stand-by-Verbrauch und auch auf den Verbrauch im On-Mode zu achten. Als Faustregel gilt: Je häufiger und länger Sie ein Gerät nutzen, desto wichtiger ist der Stromverbrauch im On-Mode. Dem Stand-by-Verbrauch ist immer dann besondere Aufmerksamkeit zu schenken, wenn das Gerät selten genutzt wird, aber trotzdem Strom verbraucht, wenn es mit dem Stromnetz verbunden ist - im ausgeschalteten Zustand oder im Ruhemodus.